Starcraft
Das von Blizzard-Entertainment entwickelte Echtzeit-Strategiespiel „StarCraft“ wurde bereits 1998 veröffentlicht und bekam im gleichen Jahr noch Zuwachs von „Brood War“, einem Add-On, welches mit Neuigkeiten aufwartete und die zugrundeliegende Geschichte weiterführte. Seit dem Release sichert sich „StarCarft“ mit mehr als 9,5 Millionen verkauften Exemplaren den Titel „meistverkauftes Echtzeit-Strategiespiel“.
Verglichen mit dem vorangegangen Erfolgsspiel „Warcraft II“, ist eine, neben vielen kleinen Veränderungen, deutliche Verbesserung der Spielbalance zwischen den drei Rassen erkennbar, die ihresgleichen sucht. Doch damit nicht genug, bereits 2007 kündigten die Macher den Nachfolger „StarCraft II“ an und gaben einen ersten Einblick in das Videomaterial.
Zurück zu „StarCraft“ und seinen Rassen, die man abgesehen von kleinen Anpassungen vom „Warhammer 40,000-Universum“ übernommen hat:
Die Terraner eignen sich am Besten, um sich in das Spielgeschehen einzufinden, da sie über die konventionellen Einheiten wie Panzer, Weltraumkreuzer und Space-Marines verfügen und mechanische Gegenstände sowie Gebäude reparieren lassen. Aufgrund der mittleren Anzahl von Einheiten, mit denen gespielt wird, ist ein großes Maß an Können und strategische Weitsicht von Nöten, um auf einem hohen Niveau spielen zu können.
Die Protoss weisen starke Einheiten auf und ist eine technologisch sehr weit entwickelte Rasse mit ausgeprägten Psi-Fähigkeiten. Gerade bei Anfänger erfreut sich diese Rasse großer Beliebtheit, da sich ihre Schildpunkte wieder aufladen und sie eine gute Gesinnung besitzt. Die Erzfeinde, die Rasse der Zerg, bestechen durch schnell aufgebaute und günstige Einheiten, die daher oftmals den Gegner zahlenmäßig überlegen sind. Jedoch sind sie entscheidend langsamer als die Schilde der Protoss-Einheiten.
Die Geschichte des Spiels wird dem Gamer durch Dialoge während den Missionen, einem Handbuch und Missionsbesprechungen nach und nach erzählt. Der Ablauf ist in 3 sogenannte Sequenzen unterteilt, in denen jeweils ein Spieler eine bestimmte Rasse befiehlt.
So ist den in der ersten Sequenz, die Terraner-Episode, die Aufgabe des Spielers und Jim Raynor die Kontrolle die Kolonie Mara Sara wieder zu erlangen, nachdem die Protoss die von den Zergen infizierten Welten der Terraner angegriffen und und vereinnahmt hatten. Mengsks Truppen kommen zu Hilfe und begleiten den Spieler bei vielen Missionen.
In der Zerg-Episode kommt heraus, dass die im ersten Teil von den Mengsk geopferte Ghost-Agentin Kerrigan nicht tot ist, sondern in Gefangenschaft lebt. Dort versuchen die Zerge ihre Psi-Kräfte zu assimilieren, um sie in ihren Genpool zu integrieren. Da die Rasse der Zerge nicht auf normale Weise getötet werden können, muss der Spieler sich die Hilfe von verstoßenen Dunklen Templern besorgen. Nun folgen verschiedene mysteriöse Verstrickungen und Begebenheiten, die den Gamer vor immer neue und ungeahnte Aufgaben stellt.
In der letzten Episode übernimmt der Spieler die Rolle als Protoss, der den Planeten vor den Zergen verteidigen muss. Und dessen Regierung die Zusammenarbeit mit den Dunklen Templern bestraft. Der Spieler wird jedoch vor eine schwierige Aufgabe gestellt, denn wenn er mit den Dunklen Templern gemeinsame Sache macht, kann er mithilfe ihrer Fähigkeiten die Zergen besiegen. Vielleicht ist eine Versöhnung zwischen den Protoss und den Zergen eine nicht zu unterschätzende Alternative um Kampf um den Planeten?
Wie auch das Add-On „Brood War“, das sich ebenfalls in drei Teile gliedert und sich an der Handlung von „StarCraft“ orientiert, ist somit in jeder Sequenz Spannung und Abwechslung pur geboten.
Ein zusätzlicher Editor ermöglicht dem Spieler eigene geskripte Kartenszenarien zu erschaffen, sowie bereits existierenden zu verändern. Des Weiteren gibt es zahlreiche Funktionen, die Spielmodifikationen erlauben und die Möglichkeit an weitere Hintergrundinformationen über „StarCraft“ zu gelangen. Das sind aber nur einige der vielen Features, die die große Community inzwischen zu bieten hat. Daher lohnt es sich auf jeden Fall dieses Erfolgspiel selbst auszuprobieren. Vielleicht versteht man dann, wieso in Südkorea dieses Spiel bereits Kultstatus hat und via Public Viewing mit über 20.000 Zuschauern zu einer Art Volkssport werden konnte.


